Die Idee zum Vertical Garden XL

So fing ei­gent­lich alles an: Mit einem klei­nen Karls­ru­her Haus­gar­ten am Rande eines Land­schafts­schutz­ge­bie­tes, das zwar sehr schön an­zu­se­hen war, aber lei­der auch als Ein­falls­tor für eine Schne­cken­pla­ge dien­te. Die klei­nen Kriech­tie­re fühl­ten sich na­tür­lich im Schutz­ge­biet eben­so wohl wie im Gar­ten, wo sie sich re­gel­mä­ßig über alles her­mach­ten, was auch dem Gärt­ner schmeck­te – oder bes­ser ge­sagt, hätte schme­cken sol­len. Vor allem die zar­tes­ten Jung­pflan­zen und Setz­lin­ge, die an einem Tag noch präch­tig ge­die­hen, waren meis­tens über Nacht wie­der ver­schwun­den.

Da eine che­mi­sche Be­kämp­fung ver­ständ­li­cher­wei­se nicht in Frage kam und auch al­ler­lei me­cha­ni­sche Hilfs­mit­tel und Bar­rie­ren bei der Schne­cken­ab­wehr ver­sag­ten, muss­te eine Idee her. Und das – schne­cken­freie – Turm-Hoch­beet war ge­bo­ren!

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Haupt­sa­che schne­cken­si­cher!
Der Ver­ti­cal Gar­den XL stellt eine so gut wie un­ein­nehm­ba­re Fes­tung dar vor allem für die ge­fürch­te­ten Nackt­schne­cken. Es gibt näm­lich nur eine Stel­le, wo diese den Pflanz­turm im Frei­land er­klim­men kön­nen, näm­lich über den Schaft der spe­zi­el­len Boden-Ein­dreh­hül­se. (im Set er­hält­lich).
Vor­aus­ge­setzt, die Pflan­zer­de in den Scha­len war nicht schon zuvor mit Schne­cken­ei­ern „ge­impft“, was vor allem bei selbst­ge­mach­tem Kom­post häu­fi­ger vor­kommt – und die Schne­cken be­reits darin „auf­ge­hen“.

Diese Eng­stel­le unten am Sta­tiv­rohr lässt sich ein­fach mit einem brei­ten Kup­fer-Kle­be­band ver­bar­ri­ka­die­ren. Ein un­über­wind­li­ches Hin­der­nis für die Tier­chen, da das Kup­fer mit dem Schne­cken-Schleim wohl eine deut­lich ab­sto­ßen­de Re­ak­ti­on er­zeugt und so den wei­te­ren Auf­stieg der Mit­es­ser zu­ver­läs­sig ver­hin­dert.

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Wer den Ver­ti­cal Gar­den XL auf der Ter­ras­se mit Stand­plat­te auf­stel­len will und dort auch Schne­cken­be­fall fürch­ten muss, kann sich eben­falls leicht hel­fen. Das Kup­fer-Kle­be­band, in min­des­tens vier Zen­ti­me­ter Brei­te, wird in die­sem Fall ein­fach um den obe­ren Rand der Tropf­scha­len­hälf­ten ge­klebt.

Mis­si­on er­füllt!
Damit war die erste An­for­de­rung er­füllt: dass Salat-An­pflan­zun­gen vom Keim­ling bis zum fer­ti­gen Sa­lat­kopf ohne Schne­cken­fraß im Ver­ti­cal Gar­den XL ge­lin­gen! Und dass er na­tür­lich auch für viele an­de­re Nutz­pflan­zen­ar­ten ge­eig­net ist, bis hin zu rei­nen Zier­be­pflan­zun­gen. Aufgrund des Erdvolumens von ca. 20 Li­tern pro Pflanzscha­le (= Raum für Wurzeln), bietet der Pflanzturm den verschiedensten Pflanzenarten Raum zum Ge­dei­hen.

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Der Selbst­ver­sor­ger-Sa­lat­gar­ten.
Da je­doch bis zu 25 Sa­lat­pflan­zen auf den fünf Eta­gen des Ver­ti­cal Gar­den XL Platz haben und je­mand kaum alle gleich­zei­tig ern­ten will, haben wir das ro­tie­ren­de Sa­lat­gar­ten-Prin­zip ent­wi­ckelt siehe Pflanzanleitung (PDF)
Auf diese Weise kann man fast täg­lich einen fri­schen Salat ern­ten, ob aus dem Gar­ten oder vom Bal­kon.

Das Hoch­beet, das über­all hin­passt.
Ein wei­te­rer Plus­punkt für die ein­zig­ar­ti­ge Kon­struk­ti­on des Ver­ti­cal Gar­den XL: Das Turm-Hoch­beet ist na­tür­lich auch für Bal­kons und Ter­ras­sen ideal ge­eig­net, dank sei­nes ge­rin­gen Platz­be­darfs bei gleich­zei­tig kon­kur­renz­los gro­ßer Pflanz­flä­che: eine Stand­flä­che = fünf Pflanz-Eta­gen! Die be­son­ders er­go­no­mi­sche und be­que­me Hand­ha­bung der Scha­len auf „Ar­beits­hö­he“ muss nicht extra er­wähnt wer­den.

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 Bei nor­ma­len Hoch­bee­ten, ein­fach hoch­ge­setz­te und unten ge­schlos­se­ne Käs­ten, gibt es zudem meist keine Ent­wäs­se­rungs­mög­lich­keit, was bei Au­ßen­stand­or­ten bei kräf­ti­gem Regen schon mal zum Über­lau­fen füh­ren kann - oder zu­min­dest zu un­er­wünsch­ter Stau­näs­se im Wur­zel­be­reich. Außer man bringt unten an der Wanne nach­träg­lich Lö­cher an, wo­durch über­schüs­si­ges Was­ser un­kon­trol­liert ab­läuft auf den Bal­kon- oder Ter­ras­sen­bo­den.

 

Turm

Beim Ver­ti­cal Gar­den XL kann das nicht vor­kom­men: Durch die unten ge­loch­ten Pflanz-scha­len, die über­schüs­si­ges Regen- oder Gieß-Was­ser nach unten durch­lei­ten in das je­weils dar­un­ter lie­gen­de Gefäß – bis zu den Spe­zi­al-Tropf­scha­len ganz unten. Das Über­schuss­wasser wird dort si­cher und sau­ber auf­ge­fan­gen. Und sie sind ein­fach zu ent­lee­ren – ohne die dar­über „schwe­ben­den“ Pflanz­scha­len ab­neh­men zu müs­sen.

Dazu kommt die Mo­bi­li­tät des Pflanz­turms, die auch einen ein­fa­chen Stand­ort­wech­sel er­laubt. Selbst klei­ne­re für den Bal­kon ge­eig­ne­te Hoch­bee­te sind mit Erd­be­fül­lung oft zu schwer, um noch be­wegt zu wer­den – was je nach Wit­te­rung schon mal an­ge­zeigt sein kann.

 

Das mo­bi­le Hoch­beet.
Der Ver­ti­cal Gar­den XL lässt sich trotz sei­nes Ge­samt­ge­wichts von über 80 kg (mit 100 Li­tern feuch­ter Erde und Pflan­zen be­füllt) ganz ein­fach aus­ein­an­der­neh­men: eine oder meh­re­re Pflanz­scha­len ein­fach ein­zeln nach oben aus dem Sta­tiv­rohr her­aus­schie­ben, Sta­tiv be­lie­big ver­set­zen, Pflanz­scha­len* wie­der auf­schie­ben, fer­tig!
*(diese sind üb­ri­gens frei im Sta­tiv dreh­bar und mit 3 mm Ma­te­ri­al­stär­ke und je ca. 1,2 kg Ge­wicht über­durch­schnitt­lich ro­bust, bruch- und frost­si­cher – und dank ihrem UV-Schutz auch sehr lang­le­big.)

Diese Mo­bi­li­tät ist wich­tig vor allem dann, wenn man emp­find­li­che Pflan­zen auch mal in der Über­gangs­zeit zum Bei­spiel vor Frost­näch­ten schüt­zen will. Ein­zel­ne Be­häl­ter kön­nen ein­fach ent­nom­men und zeit­wei­se in In­nen­räu­me ver­legt wer­den. Und auch ein kom­plet­ter Stand­ort­wech­sel ist mit dem Ver­ti­cal Gar­den XL eine Sache von Mi­nu­ten – selbst im Frei­land durch ein­fa­ches Ver­set­zen der Spe­zi­al-Bo­den­hül­se.

Und zum Schluss: So ge­ni­al wie die durch­dach­te und so­li­de Kon­struk­ti­on des Ver­ti­cal Gar­den XL ist (Ge­brauchs­mus­ter und De­sign ge­schützt), so ein­fach und schnell geht auch der Auf­bau (Video).

 

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